... den Sohn besuchen

"Sonst habe ich ne große Klappe, aber heute ist meine Stimme leise", erzählt Käthe Mittig aufgeregt. Vier Monate hat sie ihren Sohn nicht gesehen. Die 82jährige wohnt im Hospiz Friedensberg in Lauchhammer und hat Krebs im Endstadium. Ihr Sohn Bengt hat sie oft im Hospiz besucht. Nach einem schweren Schlaganfall sitzt Bengt im Rollstuhl und ist seit einigen Wochen in der Rehaklinik im sächsischen Pulsnitz. Das Brandenburger Wünschewagenteam Holger Wolfgramm (Feuerwehrmann) und Manuel Möller (Krankenpfleger) haben Mutter und Sohn noch einmal zusammengebracht. Am 02. Juni 2017 sind sie gemeinsam mit Tochter Simone in die sächsische Klinik gefahren. „Ich habe mich so gefreut dich zu sehen, und wünsche mir, dass es dir bald besser geht, spricht Käthe Mittig liebevoll ihrem Sohn zu."  Das war ein sehr bewegender Moment, mein Bruder hatte eine sehr innige Beziehung zu unserer Mutter, erzählt seine Schwester Simone. Auch für unser Bordpersonal ist jede Fahrt im Wünschewagen besonders und bewegend.
Manuel: „Für mich ist es jedes Mal auch eine Ehre, sterbenskranken Menschen einen letzten Wunsch erfüllen zu können."