... im Kreise der Lieben

Ihr habt uns heute sehr glücklich gemacht, bedankt sich Christina beim Wünschewagenteam.
Foto: ASB-LV-Brandenburg e.V.

wünschte mir, mein Sohn Christian wäre bei meiner Hochzeit dabei ...

... mit diesem Wunsch hat sich Christina Klinke aus Brieske bei Senftenberg an das Brandenburger Wünschewagenteam gewandt. Bei ihrer ersten Hochzeit 1989 konnte ihr Sohn Christian nicht dabei sein – mit nur eineinhalb Jahren lag er mit schweren Asthmaanfällen im Krankenhaus.

Am 5. August 2017 hat seine Mutter Christina noch einmal geheiratet und sich gewünscht, dass Christian dabei ist. Christian ist heute schwerstkrank. Der 29-Jährige leidet an Morbus Niemann Pick Typ C im Endstadium. Eine tödliche und äußerst seltene Krankheit. Nach und nach entwickelt sich der Körper zurück. „Es ist grausam zu sehen, wie ein junger Mensch, der laufen, sprechen, Rad fahren konnte und die Schulausbildung beendet hat, sich zurückentwickelt, bis nichts mehr geht", erzählt Christina traurig. Erst im Dezember 2016 haben Ärzte der Uniklinik Dresden herausgefunden, unter welcher Krankheit der junge Mann leidet.

Glücksmomente sind für die Familie sehr selten geworden. Umso wichtiger und wertvoller war es Christina ihren Sohn bei der Hochzeit im engsten Familienkreis für ein paar Stunden bei sich zu haben.
Unser Wünschewagenteam (Ricardo Held Rettungssanitäter beim ASB Ortsverband Lübbenau/ Vetschau, Daniela Hoffmann, Arzthelferin aus Brandenburg an der Havel und Stephan Grund, Fahrdienstmitarbeiter im Klinikum) hat Christian von seinem Wohnort in Cottbus abgeholt und nach Senftenberg begleitet. „Schau mal Christian, da kommt deine Mama und sieht so hübsch aus", sagt Daniela zu ihm – Dann schaut er aus dem Fenster. Überglücklich nimmt Mutter Christina ihren Sohn vorsichtig in den Arm. Seine Oma hat ein Fotoalbum von ihrem Enkelsohn mitgebracht. Pflegerin Trixi, die sich liebevoll um Christian kümmert, ist auch dabei. Die Sonne scheint an diesem Tag.
Für zwei Stunden ist Christian im Kreis seiner Lieben. Er hat sich wohl gefühlt, auch wenn ihm das Kommunizieren sehr schwerfällt. Christina erzählt: „Es gab Augenblicke, in denen er ruhig war, sein Gesicht war entspannt und er hat bei der Musik gewippt.

"Ihr habt uns für ein paar Stunden sehr glücklich gemacht. Ich bin einfach nur froh, dass Christian bei uns war", bedankt sich Christina beim Wünschewagenteam.