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Esma Baykus ist neue Leiterin im musisch-kreativen Hort

Foto: Esma Baykus

Seit dem 1. März 2019 ist Esma Baykus neue Leiterin des Musisch-Kreativen Hortes in der Falkenseer Poststraße 15.

Esma Baykus ist gebürtige Hamburgerin und hat ihr Pädagogik-Studium mit Nebenfach Psychologie an der Universität Hamburg 2011 abgeschlossen. Gemeinsam mit ihrem Mann, der Schulleiter an einem Berliner Gymnasium ist, zog sie im Anschluss nach Berlin-Spandau, wo sie eine Anstellung als pädagogische Fachberaterin bei einem Träger mit fünf Kitas fand. 2014 übernahm sie in einer der Einrichtungen – einer Spandauer Kita mit 106 Kindern – die Leitung. Es folgte der Umzug nach Falkensee. Nach der Elternzeit startete die Mutter dreier Kinder im Oktober 2017 wieder in den Beruf – zunächst als Erzieherin beim ASB in einer Falkenseer Grundschule und seit 1. März 2019 nun als Leiterin des musisch-kreativen Hortes in der Poststraße.

„Viele Kinder fragen mich ganz direkt: Was haben Sie da auf dem Kopf? Dann erkläre ich, dass das Kopftuch etwas mit meinem Glauben zu tun hat. Auch manche Eltern sind verunsichert, trauen sich aber nicht, mich danach zu fragen. Wenn ich das merke, gehe ich auf sie zu und spreche das Thema von mir aus an.“ Esma Baykus spricht offen und ganz entspannt über das Thema und darüber, was es bedeutet, in Brandenburg Kopftuch zu tragen.

Der Hort hat zurzeit eine Kapazität von 60 Plätzen. „Nachdem die Förderschule, die hier früher mit ansässig war, im vergangenen Herbst ausgezogen ist, haben wir neue Räume dazubekommen und könnten auf 120 Plätze aufstocken.“ Gespräche und Anträge laufen bereits. „Die Lage des Hortes mitten in Falkensee ist hervorragend. Auch die Räume sind ideal, da sie schon vorher pädagogische Nutzfläche waren – hell, mit großen Fenstern, großzügig und teilweise mit Waschbecken ausgestattet. Hier möchten wir unsere Kinder in ihren Kompetenzen stärken und sehen uns als Begleiter auf ihrem Weg zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit und Selbstständigkeit. Unser Ziel ist die offene Arbeit. Jedes Kind hat eine/n Bezugserzieher/in, der/die dem Kind zur Seite steht und auch für die Eltern Ansprechpartner/in ist. In Absprache mit ihr können sich die Kinder nach Lust und Interesse frei in den Räumen oder auf dem großen Freigelände bewegen“, erklärt Baykus das neue Konzept. Zur Verfügung stehen den Kindern große Funktionsräume wie ein Bauraum, ein Kreativraum, Ruheraum mit Leseecke, ein Bewegungsraum, Musikraum, ein Hausaufgabenraum und weitere Horträume ohne festen Themenschwerpunkt. „Durch die Nähe zur Musikschule können unsere Kinder zudem neben dem regulären Hortangebot auch diverse Kurse der Musik- und Kunstschule Havelland besuchen.“ Weitere Kooperationspartner – auch im Bereich Sport – sind angedacht.

Auf die Frage, wie sie sich in der neuen Position fühlt, antwortet Baykus: „Ein bisschen gewöhnungsbedürftig.“ Und dabei geht es nicht um Kopftücher, Konzepte oder Kinder. „Bei meiner ersten Anstellung als Kitaleiterin kannte ich die 22 Kolleginnen aus meiner vorherigen Tätigkeit als Fachberaterin schon sehr gut. Hier müssen wir uns erstmal alle kennenlernen und gegenseitiges Vertrauen aufbauen. Das ist wichtig für eine harmonische Zusammenarbeit und für die Qualität unserer Arbeit.“ Und das ist, was zählt.