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Wechsel an der Spitze

Norbert Maul, Chef des ASB Ortsverbandes Brandenburg gibt Staffelstab an Nachfolgerin Karina Knoppe weiter

Brandenburg an der Havel, 29. März 2019. An seinem letzten Arbeitstag hatte Norbert Maul noch einmal ordentlich zu tun. Gäste empfangen, Händeschütteln, Blumen und Präsente entgegennehmen. In der Werft an der Jahrtausendbrücke wurde ASB-Chef Norbert Maul am 29. März 2019 von seinen Wegbegleitern, Mitarbeitern und seiner Familie feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Fast drei Jahrzehnte lenkte und leitete Norbert Maul die Geschicke des Arbeiter-Samariter-Bundes in der Havelstadt. „Dass ich diese Aufgabe übernehmen durfte, habe ich vor allem Siegfried Mende zu verdanken,“ betonte Maul in seiner Rede. „Mit 37 Jahren wollte ich mich nach der Wende neu orientieren und lernte den damaligen Vereinschef Mende kennen. Ich stellte mich vor, doch so richtig wusste er auch nicht, was auf den Verein zu kommt und wie es überhaupt vorwärtsgeht, erinnert sich Maul an die erste gemeinsame Begegnung. Dann passierte eine Weile nichts. Maul hatte gar nicht mehr damit gerechnet, bis an einem völlig verregneten Abend Mende vor seiner Tür stand und zu ihm meinte: „Wir brauchen einen Koordinator, trauen Sie sich das zu?“ „Ja, ich denke schon,“ erwiderte Maul.

So begann die Geschichte des ASB in Brandenburg an der Havel. Von Geschäftsstunde „Null“ an, am 1. Dezember 1990, war Maul zunächst Koordinator und später Geschäftsführer. „Die ersten Büromöbel haben wir uns noch sponsern lassen und haben uns gefreut, dass es geklappt hat,“ erinnert er sich. Dank der guten Kontakte zur damaligen Sozialamtsleiterin Dr. Margrit Spielmann (Bundestagsabgeordnete a. D.) konnte bereits ein Jahr später die erste Sozialstation in Brandenburg eröffnet werden.

Seine Nachfolgerin Karina Knoppe ist mit 16 Jahren zum ASB gekommen. Sie kennt ihren Verband und ehemaligen Chef gut. Knoppe: „Für uns beide ist es heute ein sehr emotionaler Tag. Norbert Maul ist mutig, modern und innovativ. Er hat mit Geschick und Beharrlichkeit ein erfolgreiches Sozialunternehmen in der Stadt Brandenburg aufgebaut. Das Stadtbild ist von unseren gelbroten Farben geprägt. Vom Fahrdienst über die Tagespflege, Wohneinrichtungen oder Kindertagesstätten. Auch im ländlichen Raum, von Gräben bis Görzke, hat der ASB eine beachtliche Größe erreicht. Die Samariter sind Ansprechpartner für die Menschen vor Ort.“

Jürgen Haase, ASB-Landesgeschäftsführer lobte insbesondere Mauls verlässliche und unkomplizierte Art. „Er hat nie das Ziel aus den Augen verloren, wenn es darum ging, den ASB in Brandenburg voranzubringen. Und er war ein Kollege, mit dem man Pferde stehlen konnte.“

Oberbürgermeister Steffen Scheller würdigte in seiner Rede die geleistete Arbeit der vergangenen 28 Jahre. Insbesondere in der Anfangsphase waren mit Blick auf das neue Sozial- und Gesundheitssystem immense Dinge zu leisten. Und dennoch muss man sich vor solch großen Fußstapfen nicht fürchten. Mit guten Partnern an der Seite, kann man auch getrost neue Wege beschreiten, gibt Scheller der neuen ASB-Chefin mit auf den Weg.

In seiner letzten Amtshandlung als Chef wandte sich Maul noch einmal an seine Mitarbeiter und dankte ihnen von Herzen für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. „Ihr seid das wichtigste im ASB in Brandenburg. Macht bitte weiter so.“